Wahlpflichtkurs "Pflege und andere soziale Berufe" im Rahmen der Berliner vertiefte Berufsorientierung BVBO 6 in Zusammenarbeit mit der 1. Gemeinsschaftsschule Berlin, Campus Rütli.

 

Der Wahlpflichtkurs "Pflege und andere soziale Berufe" gibt den Schüler/innen der Jahrgangsstufen 9 und 10 zunächst einen Überblick über verschiedene soziale Berufe, erstellt dann ein Portfolio zur Beschreibung der bereits erlangten sozialen Kompetenzen für diese Berufe und stellt schließlich folgende Berufe im Einzelnen vor: Medizinische und zahnmedizinische Fachangestellte, Staatl. anerkannte/r Sozialassistent/in und Erzieher/in, Masseur, Physiotherapeut/in, Ergotherapeut/in und Logopäde/in, Hebamme/Entbindungspfleger/in, Gesundheits- und Krankenpfleger/in und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/in und schließlich den/die staatlich anerkannte Altenpfleger/in. Für alle Berufe sind Betriebsbesichtigungen, Schnupperunterricht und berufspraktische Erprobungen vorgesehen.

 

Vorrangiges Ziel des Projekts ist es, die Chancen von Schulabgängern/innen der Neuköllner Sekundarschulen auf das erfolgreiche Absolvieren einer Ausbildung in den Gesundheitsberufen zu erhöhen und so dazu beizutragen, dass diese trotz vergleichsweise niedrigerer Schulabschlüsse am Wachstum der Gesundheitsbranche als Arbeitgeber partizipieren. Die erste kurzfristige Wirkung des Projekts wird folglich die verbesserte Informationslage von Schülern/innen mit Migrationshintergrund über berufliche Perspektiven im Gesundheitssektor sein. Aus dieser verbesserten Informationssituation heraus erhoffen wir uns Effekte für eine kompetente und individuelle Berufsorientierung von interessierten Schülern/innen in Kooperation mit Berufsfachschulen und den Betrieben. Die fehlende berufliche Orientierung im Elternhaus wird institutionell durch die enge Netzwerkzusammenarbeit der Projektakteure aufgefangen. Die durch das Projekt besser informierten Jugendlichen mit Migrationshintergrund werden in den jeweiligen Migrantencommunities als Multiplikatoren wirken. Sie geben die Informationen über die veränderte institutionelle Unterstützung an Eltern und Nachfolgegenerationen weiter. Durch den Aufbau eines institutionellen Netzwerkes aus beratendem und begleitendem Verein mit Sekundarschule, Berufsfachschule und Praxiseinrichtungen wird mittelfristig der Übergang von der allgemeinbildenden Schule in den Beruf für die betroffenen Schüler/innen mit Migrationshintergrund erleichtert und eine größere Anzahl von Absolventen gelangt in Ausbildungsverhältnisse. Insofern trägt das Projekt langfristig auch zur nachhaltigen Deckung des Fachkräftebedarfs im Gesundheitssektor bei.

 

Im Geburtshaus KreuzbergIm Geburtshaus Kreuzberg

Im Pflegekabinett des acenta.-Ausbildungscentrum für Altenpflege und andere soziale BerufeIm Pflegekabinett des acenta.-Ausbildungscentrum für Altenpflege und andere soziale Berufe

In der ergotherapeutischen Praxis Michael GehrigIn der ergotherapeutischen Praxis Michael Gehrig